Seiten

Posts mit dem Label Sicherheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sicherheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 23. Juni 2011

Ministerkonferenz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) - Deutschland kneift beim Thema Sicherheit

Deutsches Know-how und die deutsche Sicherheitsphilosophie in der Kerntechnik gelten weltweit immer noch als führend. Was läge näher, als den deutschen Sachverstand auch international zur Steigerung der Sicherheit kerntechnischer Anlagen einzubringen? Freiwillig wird eine Vorreiterrolle aufgegeben, um sich zu hundert Prozent der ungewissen Zukunft erneuerbarer Energien zu verschreiben. Der Rückzug aus der Kerntechnologie wird auch Folgen für die Forschungsentwicklung haben, so dass Deutschland in allen Fällen, in denen es um das Abwägen richtiger Energiekonzeptionen geht, keine Rolle spielen wird. Solaranlagen und Windkrafträder können alle Länder der Welt selbst bauen, dazu braucht man Deutsches Know How in Zukunft nicht.


Dr. Astrid Petersen, Vorsitzende der Kerntechnischen Gesellschaft e.V., kritisiert den schwachen Auftritt Deutschlands anlässlich der fünftägigen Ministerkonferenz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), die am 20.06.2011 in Wien begann. Es geht um die Folgen der Nuklearkatastrophe im japanischen AKW Fukushima. Die rund 30 Teilnehmerländer sind durch ihre Außen-, Umwelt- oder Wirtschaftsminister repräsentiert. Deutschland hingegen wird lediglich von einer Staatssekretärin aus dem Umweltministerium vertreten.

Petersen: "Wie schon beim mit unseren Nachbarn völlig unabgestimmten Blitzausstieg aus der Kernenergie kneift die Bundesregierung nun auch im Rahmen der IAEA-Konferenz vor der internationalen Diskussion. Damit entzieht sie sich erneut der Verantwortung für die Auswirkungen des deutschen Alleingangs auf Versorgungssicherheit und Strompreisentwicklung in Europa. Gleichzeitig vergibt sie die historische Chance, die Konsequenzen aus Fukushima auch jenseits des deutschen Tellerrands mitzugestalten."

Noch immer gelte deutsches Know-how und die deutsche Sicherheitsphilosophie in der Kerntechnik weltweit als führend, sagt Petersen. "In Wien wird daher eine eigentlich zwingende Gelegenheit vergeben, den deutschen Sachverstand auch international zur Steigerung der Sicherheit kerntechnischer Anlagen einzubringen. Damit verspielt die Bundesregierung jegliche Glaubwürdigkeit und entlarvt den deutschen Sonderweg einmal mehr als nicht etwa sicherheitstechnisch, sondern rein wahltaktisch begründet."

IAEA kritisiert Japans nukleare Informationsweitergabe

Die Daily News (Japan Broadcasting Corporation) berichten heute (auf englisch) von der Tagung der Internationalen Atomenergie-Organisation, die gegenwärtig in Wien stattfindet:
Die Teilnehmer hätten einen internationalen Informationsaustausch im Falle eines nuklearen Notfalls vereinbart. Das Ministertreffen am Mittwoch diente dazu, die Stellungnahme Japans zu dem Unfall im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi im März zu bewerten.

Ein offizieller Vertreter Japans zitiert einen Experten der World Meteorological Organization, der sagte, die Gruppe sei nicht in der Lage gewesen, die notwendigen Informationen aus Japan zu erhalten. Dies habe dazu geführt, dass es Schwierigkeiten gegeben habe, zu projizieren, wie sich radioaktives Material über den Erdball verteilen würde. Er sagte ferner, dass auch andere Mitgliedsländer Japans erste Notfallmaßnahmen kritisiert hätten, die deshalb ihre eigenen Staatsangehörigen nicht in vollem Umfang darüber informieren konnten, was passierte, weil Japan keine detaillierten Informationen sofort nach dem Unfall veröffentlichte. Die Teilnehmer stimmten darin überein, im Falle eines Unfalls die IAEA sofort darüber zu informieren, welche und wieviele radioaktive Substanzen in die Umwelt entweichen konnten.

Daily News berichtet, dass ein japanischer Regierungsberater Reportern nach der Sitzung gesagt habe, dass er die Bedeutung erkannt habe, mit der Veröffentlichung von Informationen weiterhin fortzufahren.

Dienstag, 21. Juni 2011

Arnie Gundersen - Nebraska Nuclear Plant: Emergency Level 4 & schlimmer - 14. Juni 2011 (1of3)

Wenn Ihnen dieser Video-Beitrag von Arnold Gundersen glaubwürdig erscheint, sollten Sie unbedingt diesen Artikel dazu lesen: Nuclear Energy: Arnie Gundersen Going International

Bedroht Hochwasser in Nebraska Atomkraftwerke?

Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit Atomkraftwerken sind für Atomkraftgegner keine Sicherheitsmaßnahmen, sondern Beweise ihrer fehlenden Sicherheit. Sie machen Politik mit der Sorge um die Sicherheit und nicht mit der Lösung eines Sicherheitproblems. Dies zeigt folgendes Beispiel:


Seit 2009 informiert eine Gruppe bei facebook und twitter "rund um das Thema Atomkraft: News, Informationen, Hinweise, Aufrufe, Termine und mehr!" 4.444 Leuten gefällt das. Ob die Nachrichten der Gruppe auch mal mit den Quellen verglichen werden, auf die sich die Gruppe beruft?

Vor wenigen Minuten wurde über twitter und facebook gemeldet: "Überschwemmungen gibt es überall. In einem U.S.-Überschwemmungsgebiet zudem zwei AKW. Grund zur Sorge http://fb.me/DeysisSk". Diesen link habe ich aufgerufen und fand dort einen Artikel der New York Times vom 20.06.2011.

Ich weiß nicht erst seit der Auseinandersetzung George Montbiot's mit Helen Caldicott über die Wirkung von Radioaktivität, wie wichtig es ist, seine Quellen sauber zu belegen. Diese Forderung sollte nicht nur für Wissenschaftler gelten, sondern für alle, die sich in wissenschaftliche Diskussionen einbringen, auch für Atomkraftgegner. Andernfalls würde es ja genügen, zigtausendmal "nein" zu rufen, aber darauf würde wahrscheinlich keiner reinfallen.

In der angegebenen Quelle, New York Times, lautet die Überschrift: "Flooding Brings Worries Over Two Nuclear Plants". Wegen des Rekord-Hochwassers entlang des Missouri River, das Häuser und Unternehmen überschwemmte, wuchsen Bedenken, ob einige der wichtigen Strukturen von zwei am Fluss liegenden Atomkraftwerken trocken gehalten werden können. Obwohl die Kraftwerke "außergewöhnliche Ereignisse" gemeldet haben, die unterste Ebene in der Notfall-Taxonomie der nuklearen Aufsichtsbehörden des Bundes, seien beide Kraftwerke so ausgelegt, dass sie in der Lage seien, diesem Niveau der Überschwemmung standzuhalten und kein Risiko einer Katastrophe bestehe. Dies teilte ein Sprecher der Nuklearen Aufsichtsbehörde mit.

Eines der Kraftwerke wurde zum Nachfüllen und in Erwartung der Überschwemmungen im April heruntergefahren und in einem "kalten shutdown" gehalten, das andere Kraftwerk liegt auf einer Anhöhe und ist noch in Betrieb (20.06.2011).
Der ungewöhnliche Anblick eines von Wasser umgebenen Kernkraftwerks habe, so kurz nach der sich immer noch weiter entfaltenden nuklearen Katastrophe, die dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan folgte, habe zu Besorgnis und Spekulationen geführt, die einen der Betreiber dazu veranlasst haben, seiner Webseite eine Seite "“flood rumor control” hinzuzufügen, die besagt: “There has been no release of radioactivity and none is expected.”

Der stellvertretende Direktor des Nebraska Emergency Management Agency, Al Berndt, sagte, er glaube, dass beide Anlagen dazu bereit waren, mit dem Hochwasser umzugehen: "Ich bin nicht besorgt". Selbst dann, wenn das Wasser mit der Anlage in Berührung kommen sollte, wäre sie immer noch geschützt. "Die Anlage selbst ist wasserdicht", sagte Jeff Hanson, ein Sprecher des Betreibers.
Ein ehemaliger Professor für Nukleartechnik am MIT, Andrew C. Kadak, sagte, die Frage sei, ob die Kraftwerke noch Leistung hätten. "Wenn sie Leistung haben, können die Kernkraftwerke dort warten, bis das Wasser zurückgeht. Die Fukushima Lektion ist wirklich, dass sie dafür sorgen müssen, Elektrizität zu haben" ("The Fukushima lesson is really that you've got to have electricity"). Und dafür haben die Arbeiter und die Verantwortlichen offenbar gesorgt.

Donnerstag, 16. Juni 2011

IAEA beruft Ministerkonferenz über die nukleare Sicherheit

Die Internationale Atomenergie-Agentur (IAEA) wird vom 20. bis 24. Juni auf einer Fünf-Tage-Ministerkonferenz über Fragen im Zusammenhang mit der Verbesserung der nuklearen Sicherheit in der ganzen Welt diskutieren. Das Programm der Konferenz kann heruntergeladen werden.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Ohne Investoren wird es offshore keine Anlagen für Windkraft geben!

Kann es sein, dass die Bundesregierung den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen hat, obwohl sie damit rechnen muss, dass sich möglicherweise nicht genügend Investoren finden lassen werden, die bereit sind, das Sicherheitsrisiko für Offshore-Windkraftanlagen zu übernehmen? Nicht weil sie nicht wollen, sondern weil es entweder keine Versicherungen dafür gibt oder weil die Prämien dafür so hoch sind, dass sich ein wirtschaftlicher Betrieb nicht lohnt? Ohne Versicherung keine Investoren, ohne Investoren keine Windkraftanlagen.

Sonntag, 5. Juni 2011

Tödlicher Ehec-Keim könnte aus Biogasanlagen stammen

Im Unterschied zur Kernenergie gelten die erneuerbaren Energien als sicher. Aus diesem Grund beschloss Deutschland am 31.05.11 den Ausstieg aus der Kernenergie und riskiert seine industrielle Zukunft. Für 2021 bis 2030 hat der Greenpeace-Plan vorgesehen, dass immer mehr Gas-KWK-Anlagen durch nachhaltig erzeugtes Biogas betrieben werden. Wie alle anderen Atomkraftgegner hebt auch Greenpeace den Vorteil der Enerversorgung durch erneuerbare Energien hervor: "Kein Risiko durch nicht kalkulierbare Kosten von Atomunfällen". (Greenpeace: Der Plan. Deutschland ist erneuerbar , 01.05.11, PDF)
Seit einigen Tagen droht eine Gefahr durch ein bisher unbekanntes Ehec-Bakterium, das sich inzwischen, von Deutschland ausgehend, über mehrere Länder verbreitet hat und bereits 18 Todesopfer gefordert hat.
Mediziner halten es nun für möglich, dass der tödliche Keim aus Biogasanlagen stammt. Dies meldet heute n.tv (n-tv, 05.06.11).

Dienstag, 24. Mai 2011

Schwachstellen deutscher AKW

Nicht die Kernenergie bringt die Kerntechnologie in Verruf, sondern das absurde Spektakel, das sich eine Schar von Politikern erlaubt, die die Frage der Sicherheit und ihrer Kontrollpflicht nach dem Politbarometer richtet!
Wenn tatsächlich erst durch den katastrophalen Unfall in Fukushima, auch im internationalen Vergleich, völlig neue Fragestellungen aufgeworfen wurden (Norbert Röttgen, in: BMU, 17.05.2011), aber jedes der angewandten Prüfkriterien auch ohne Fukushima von Bedeutung ist, dann ist die Forderung von AKW-Gegnern leicht nachvollziehbar: Keine gefährliche Technik in menschliche Hände. Das Problem ist nur: Hinsichtlich der Gefahr für die Gesundheit und das Überleben der Menschheit gibt es weitaus mehr und größere Risiken als die Gefahr durch die Kernenergie, die besser und objektiver als alle anderen messbar ist.
Die Forderung nach Abschaltung besonders unsicherer AKW halte ich für gerechtfertigt, die Forderung nach einem kompletten Ausstieg aus der Kernenergie nicht; denn diejenigen Konzerne und Entscheidungsträger, die für die AKW verantwortlich sind, sind dieselben, die sich jetzt lediglich neue Maschinen zum Geldmachen organisieren. Konsequent zu Ende gedacht müssten die Atomkraftgegner die Rückkehr zur vorindustriellen Zeit fordern - oder keine Politiker wählen, die entweder unfähig oder nicht dazu bereit sind, wirksame Kontrollen rechtlich durchzusetzen und anzuwenden, wenn notwendig auch mit Unterstützung der Bevölkerung.
Dazu lesenswert:
  • Lutz Kinkel, RSK-Bericht zur Sicherheit von Atomkraftwerken, 116 Seiten für die Tonne, in: Stern 18.05.2011
  • In einer interaktiven Grafik hat das ZDF die Risiken deutscher Meiler auf Grundlage des RSK-Berichts zusammengestellt: Schwachstellen deutscher Meiler

Störfälle

Frech gefragt: Gibt es einen Industriezweig, der ähnlich nachvollziehbare Fehlermeldungen für sicherheitsrelevante Ereignisse wie die Atomkraftwerke liefert?

Für sicherheitsrelevante Ereignisse in Atomkraftwerken gelten international anerkannte Standards, die in einer Internationalen Bewertungsskala für nukleare Ereignisse (Abkürzung INES von engl. International Nuclear Event Scale) manifestiert wurden. (Wikipedia, Internationale Bewertungsskala für nukleare Ereignisse)
Die meldepflichtigen Ereignisse umfassen kleinere und unspektakuläre Unregelmäßigkeiten ebenso wie schwerste Unfälle. In Deutschland ist in der Strahlenschutzverordnung die Verpflichtung zur Meldung geregelt.
Die Offenlegung sämtlicher Vorkommnisse in kerntechnischen Anlagen ist notwendig, beinhaltet aber auch die Möglichkeit, die geringsten Störungen, die meines Wissens in keiner anderen Industrie angezeigt werden, der Öffentlichkeit nahezu permanent als Beleg eines ständig drohenden Unglücks in Erinnerung zu rufen. Dies ist aus meiner Sicht selten sachlich, meistens politisch begründet. Von der Angst vor den Folgen eines atomaren Unfalls leben inzwischen nicht mehr allein die Grünen, sondern alle Parteien, Umweltverbände, Kirchen, Medien, Therapeuten usw. und, nicht zu vergessen, alte Energiekonzerne, neue Industrien und Drittmittelempfänger.

Sonntag, 15. Mai 2011

Radioaktive Abfälle aus der Ölindustrie

Natürliche radioaktive Substanzen entstehen nicht nur im Uranbergbau, sondern auch bei der Verbrennung von Kohle, bei der Stahlerzeugung und selbst in Wasserwerken. Weitgehend unbekannt, verheimlicht und ignoriert ist, dass mit jedem Barrel Öl und jedem Kubikmeter Gas große Mengen radioaktiver Abfälle an die Oberfläche gepumpt werden. Schlämme, Abwässer und Ablagerungen sind mit Radium 226, Polonium 210 und anderen gefährlichen Stoffen versetzt. Allein in Deutschland werden auf diese Weise 700 bis 1700 Tonnen radioaktiver Müll jährlich produziert (laut GRS, Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit in Köln). Darüber berichtete der Deutschlandfunk am 05.02.10.
Bitte weiterlesen: Radioaktive Abfälle aus der Gasindustrie.

Radioaktive Abfälle aus der Ölindustrie

Natürliche radioaktive Substanzen entstehen nicht nur im Uranbergbau, sondern auch bei der Verbrennung von Kohle, bei der Stahlerzeugung und selbst in Wasserwerken. Weitgehend unbekannt, verheimlicht und ignoriert ist, dass mit jedem Barrel Öl und jedem Kubikmeter Gas große Mengen radioaktiver Abfälle an die Oberfläche gepumpt werden. Schlämme, Abwässer und Ablagerungen sind mit Radium 226, Polonium 210 und anderen gefährlichen Stoffen versetzt. Allein in Deutschland werden auf diese Weise 700 bis 1700 Tonnen radioaktiver Müll jährlich produziert (laut GRS, Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit in Köln). Darüber berichtete der Deutschlandfunk am 05.02.10.
Bitte weiterlesen: Radioaktive Abfälle aus der Gasindustrie.

AKW Grafenrheinfeld: Riss im Rohr

Die Mainpost meldete am 12. Mai, dass der Leiter des AKW Grafenrheinfeld einen Riss im Rohrstutzen im Primärkreislauf bekanntgegeben hat. (in: Mainpost, 12.05.11)
Der Bayerische Rundfunk hatte am 16.02.11 bereits darüber berichtet: BR, Risse im Rohr und im Vertrauen?
Ich weiß nicht, wie lange der Riss dort schon vorhanden war, ob und warum niemand darauf bestanden hat, das Rohrstück auszuwechseln. Die Informationen fließen spärlich. Es ist für mich auch nicht nachvollziehbar, ob Informationen bewusst zurück gehalten werden oder ob Gleichgültigkeit oder Wissensmangel der Grund dafür sind. Es liegt auch nicht am "Kapitalismus"; denn der wechselt keine Rohre aus. Ich finde es  richtig, dass die Bürger Rechenschaft von den Betreibern einfordern und hartnäckig bleiben, so lange bis die Fehler beseitigt sind.  
Wenn aber jemand aus diesem Vorfall schließt, dass AKW viel zu gefährlich sind und abgeschaltet werden müssen, weil sie nicht beherrschbar seien und Menschen eben Fehler machten, dann frage ich mich, warum mann dann nicht fordert, die Kohle- und Gasförderung komplett einzustellen?
Mit jedem Barrel Öl und jedem Kubikmeter Gas werden große Mengen radioaktiver Abfälle an die Oberfläche gepumpt. Schlämme, Abwässer und Ablagerungen sind mit Radium 226, Polonium 210 und anderen gefährlichen Stoffen versetzt. Allein in Deutschland werden auf diese Weise 700 bis 1700 Tonnen hoch giftiger, radioaktiver Müll jährlich produziert und verschwinden unkontrolliert und ungekennzeichnet auf irgendwelchen Deponien.
Bitte weiterlesen: Radioaktive Abfälle aus der Gasindustrie.

Mittwoch, 11. Mai 2011

Haftpflichtversicherung für AKW. Und für Windkraftanlagen?

Mit einer Unterschriftenaktion will ausgestrahlt.de erreichen, dass Bundesregierung und Bundestag für alle Atomkraftwerke eine Betriebshaftpflichtversicherung mit unbegrenzter Deckung für alle Gesundheits-, Sach- und Vermögensschäden vorschreiben. Findet sich keine Versicherung, die bereit ist, diese Schäden abzudecken, müssen die AKW sofort stillgelegt werden." Die Organisatoren dieser Kampagne wissen natürlich: "Keine Versicherung ist bereit, die enorm risikobehafteten AKW vernünftig zu versichern."

Die Forderung nach einer verbindlichen Betriebshaftpflichtversicherung für alle AKW klingt überzeugend, ist aber unredlich. Es soll die Notwendigkeit zum endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie begründen, denn: "Müssten die Atomkonzerne das Risiko versichern, wäre Atomstrom vielfach teurer als heute und damit völlig unrentabel."

Aber die Allgemeinheit wird auch nicht auf den Kosten sitzen bleiben wollen, die durch Schäden an Winkraftanlagen oder durch sie entstehen. Windräder sind keine Spielzeuge und müssen ebenfalls versichert werden. Aber damit bekommen die Betreiber in Zukunft wohl große Probleme: "Wegen der Vielzahl von Schäden an Windkraftanlagen rücken die Grenzen der Versicherbarkeit in Sichtweite." (Quelle: VDI nachrichten, 6.5.11)

>>> bitte weiterlesen:

Dienstag, 3. Mai 2011

Kontrolle

Die Frage der Sichherheit von AKW ist nach Auffassung von Heinz Smital, dem Greenpeace-Atomexperten, eine Angelegenheit der Energiekonzerne selbst: Die mittelbayerische schreibt:
Aus Sicht von Greenpeace sei die Forschung über Reaktorsicherheit keine staatliche Aufgabe, sagte Smital. "Ein Fahrzeughersteller muss auch das komplette Gerät entwickeln und kann nicht den Staat Crash-Test, Airbag und ABS bezahlen lassen."
Soll das etwa auch für staatliche Kontrollfunktion in der Lebensmittelindustrie oder in anderen Industriezweigen gelten? Wenn die Lebensmitelindustrie kein Gammelfleisch feststellt, gibt es keins? Wenn Aspartam in unsere Nahrung gemischt wird und die Lebensmittelindustrie keine Einwände dagegen hat, gibt es keinen Krebs?

Liefert Smital hier eine Rechtfertigung für Parteien, sich aus der Verantwortung für unsere Gesundheit herausstehlen wollen? Möglicherweise. Denn dieses Argument könnte einer der Gründe für die von u.a. den Grünen überaus emotional geführte Diskussion über das Restrisiko der Kernenergie sein und auch ein Grund dafür, dass alle Bundesparteien auf den Kurs von Greenpeace einschwenken. Es ist zu prüfen, ob die Zahlen, mit denen Greenpeace die Risiken benennt, sauber belegt sind. In der Frage der KiKK-Studie und der Kinderleukämie ist dies jedenfalls nicht der Fall!