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Freitag, 26. August 2011

Erdgas: Schiefergasvorkommen - nur ein wenig verrechnet?

Der Geologische Dienst der USA (US GS) hat neue Schätzungen über die technisch förderbaren Mengen an unkonventionellen Gasvorkommen im größten Fördergebiet der USA – dem Marcellus Shale – veröffentlicht.
Die neuen Zahlen liegen um 80 Prozent niedriger, als zuvor durch das Department of Engergy in einem Bericht vom April 2011 angenommen. Brisant ist daran, dass mit den völlig überhöhten Werten eine sichere Versorgung mit Erdgas für die nächsten 110 Jahre errechnet wurde. Statt dessen sind es jetzt nur noch wenige Jahre.

Der Verfasser des Artikels "USA: Schätzungen für technisch förderbare Gasmenge um 80 Prozent reduziert", Jörn Krüger, weist darauf hin, dass Auch die für Nordrhein-Westfalen gemeldete Menge von 2200 Kubik-Kilometern neu überprüft werden sollte. "Schon diese Zahl beschreibt nur die möglicherweise vorhandene Menge. Die technisch und wirtschaftlich förderbare Menge wird nach internationalen Erfahrungen nur ein Bruchteil davon sein."

Weitere Informationen und Quellenangaben: http://www.unkonventionelle-gasfoerderung.de

Sonntag, 26. Juni 2011

Vorsicht vor dem Erdgasgeschäft

In den USA sollen staatliche Subventionen für das Erdgasgeschäft in der nächsten Zeit verstärkt werden. Es habe sich ein Rausch ("Natural Gas Rush") für diese Energiequelle gebildet, die als kostengünstig und zukunftsträchtig beworben wird. Warnungen, dass sich das Erdgasbusiness in den USA als Blase herausstellen könnte und die Erdgasförderung schmutziger und teurer ist, als man gedacht hat und die Reservoirs kleiner, werden vielfach überhört.
Quelle: Thomas Pany, USA: Skepsis gegenüber dem Erdgas-Hype, telepolis, 26.06.2011

Donnerstag, 5. Mai 2011

Eon auf schnellen Ausstieg aus der Kernenergie vorbereitet

Eon z.B.:
Der Eindruck, der bei vielen Atomkraftgegnern besteht, die Energieriesen sträubten sich gegen die erneuerbare Energie, entspricht, genau betrachtet, nicht den Tatsachen. Der Eon-Vorstandsvorsitzenden Johannes Teyssen betonte auf der Aktionärsversammlung in Essen, 05.05.2011, die Eon-Stärke jenseits des Kernkraft-Geschäfts: Im Bereich Offshore-Wind sei Eon mittlerweile Weltmarktführer. Teyssen: „Heute betreiben wir weltweit 84 Windparks auf Land und auf See. Fast jede zweite Offshore-Windturbine des letzten Jahres weltweit haben wir gebaut." Und er fuhr fort: „Wenn Erdgas eine größere Rolle im Energiesystem der Zukunft spielen soll und wird, dann steht Eon als europaweit größter Gashändler und als Betreiber der modernsten Gaskraftwerksflotte des Kontinents bereit. Mit einer regenerativen Kapazität von 8400 Megawatt, substanziellen Offshore-Schritten und mit großen Solarkraftwerken sei Eon der „National Champion“ Deutschlands auch auf diesem Gebiet.
(Quelle: DerWesten, 05.05.11)