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Montag, 25. Juli 2011

Das KiKK-Thema hat sich hiermit wohl endgültig erledigt

"A nationwide study involving more than 1.3 million children in Switzerland has concluded that there is no evidence of an increased risk of cancer for children born near nuclear power plants. (WNN)

Blamabel ist das nur für deutsche Institutionen, insbesondere für das BMU und das BfS. Es zeigt, wie voreingenommen diese Institutionen sind. Die systematischen Fehler in diesen Studien waren sichtbar, sind aber geflissentlich ignoriert worden.
Stehen die Ergebnisse solcher "Studien" im Grunde vorher bereits fest und sollen nur im Nachhinein begründet werden?
In den deutschen Medien natürlich kein Wort über die Schweizer Studie.

Sonntag, 26. Juni 2011

Rückbesinnung auf verloren gegangenes Wissen der Medizin

Ein Großteil des Wissen über Heilpflanzen, über das hoch entwickelte Kulturen schon lange vor unserer Zeitrechnung verfügten, ging verloren und wird nun mühsam wieder ans Tageslicht gebracht.
Was können Pflanzenheilmittel leisten? Und was nicht? Wo werden sie angewendet?
Darüber berichtet scinexx®, eine Wortkombination aus "science" und "next generation", in seinem Schwerpunktthema der Woche "Pflanzenmedizin. Arzneimittel aus der „Apotheke“ der Natur.

Donnerstag, 2. Juni 2011

Deutschland wegen Ehec-Bakterium in Panik?

Aber nein!
  • "17 Ehec-Todesfälle. Gesundheitssystem bis an seine Grenzen gefordert“, meldet die FAZ (FAZ.NET, 2.6.11) und die NZZ berichtet:
  • "Spanien fordert Schadenersatz - Russland verbietet Import von EU-Gemüse" (NZZ, 2.6.11)
Ähnlich besorgt zeigen sich auch die Nachrichten in allen anderen Medien.
Aber die Deutschen lässt dies kalt, obwohl die Quelle immer noch nicht bekannt ist.
Nach einer Umfrage des Kölner Meinungsforschungsinstituts YouGov haben rund zwei Drittel der Deutschen trotz des aggressiven Darmkeims EHEC keine erhöhte Angst um die eigene Gesundheit. (in: stern.de, 30.5.11)
Dies finde ich höchst erstaunlich, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass die Deutschen vor einer möglichen Gefahr durch Radioaktivität aus Atomkraftwerken mehr Angst haben als vor einer realen Gefahr durch Ehec-Bakterien. Stimmt vielleicht etwas nicht mit den Meinungsumfragen zum Atomausstieg?

Samstag, 14. Mai 2011

Kerngesund oder strahlend tot? - Ein Versuch zur Ernüchterung.

25 Prozent der Menschen sterben in den westlichen Kulturen an Krebs. Die Ursache lässt sich im Einzelfall fast nie der radioaktiven Strahlung sicher zuordnen. Das Gesundheitsmagazin  gibt einen gut verständlichen Überblick über unterschiedliche wissenschaftliche Positionierungen und über einen Zweig der Stammzellenforschung, die für den schlimmsten aller Fälle, eine Verstrahlung, Hilfe anbietet.
Themen:
  • Grenzwerte, Studien, Belastungen: Quellen und Links zur Strahlenforschung
  • Radioaktive Strahlung: Risiken oft falsch eingeschätzt
  • Wie Stammzellen Strahlenopfern helfen
Quelle: Gesundheitsmagazin, 12.05.11

Montag, 9. Mai 2011

Gesundheitsrisiko: Rauchen


Die Hauptursache für vermeidbare Todesfälle ist weltweit der Tabakkonsum. Kein Konsumprodukt ist gefährlicher als Tabak und keines verursacht mehr Todesfälle: Rauchen tötet ca. 5 Millionen pro Jahr.
Mehr als 70% der Todesfälle beziehen sich auf Lungen- oder Speiseröhrenkrebs oder auf einer Krebserkrankung der Bronchien. (Bundesamt für Gesundheit, Schweiz).
Geht der gegenwärtige Tabakkonsum im gleichen Ausmaß weiter wie bisher, so wird er laut WHO bis zum Jahr 2030 rund 8 Millionen Tote pro Jahr verursachen. (WHO, Why tobacco is a public health priority)
Es soll nicht zynisch klingen, aber: Wieviele Gaus müssten sich innerhalb eines Jahres ereignen, um eine vergleichbar hohe Zahl an Todesfällen zu produzieren? Und bei wievielen der Todesfälle handelte es sich dann ausschließlich um Personen, die im Verlauf ihres Lebens keinen Tabak konsumiert haben?
Dem vom Deutschen Krebsforschungszentrum herausgegeben "Tabakatlas Deutschland 2009" zufolge lassen sich in Deutschland 13 Prozent aller Todesfälle auf das Rauchen zurückführen.
Ein Raucher hat wahrscheinlich schon aufgehört zu lesen, aber Nichtraucher könnte folgendes interessieren: "Wer sich regelmäßig in Räumen aufhält, in denen geraucht wird, hat ein erhöhtes Risiko für viele Krankheiten und Beschwerden wie Herz-Kreislauf-, Krebs- und Atemwegserkrankungen. Der Zusammenhang zwischen Passivrauchen und Lungenkrebs ist nach Angaben der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) eindeutig wissenschaftlich belegt. Für Kehlkopfkrebs und Tumoren des Rachenbereichs (Pharynxkarzinome) ist ein entsprechender Zusammenhang in begrenztem Umfang ebenfalls gezeigt worden, so die IARC." (Deutsches Krebsforschungszentrum, Rauchen und Passivrauchen: Risiko durch blauen Dunst)
Zynisch klingt es allerdings, wenn Atomkraftgegner das im Verhältnis zum Rauchen relativ harmlose Gesundheitsrisiko durch Strahlungen höher bewerten als die Folgen des Rauchens. Das Krebsforschungszentrum weist darauf hin, dass nicht das Nikotin direkt krebserzeugend ist, sondern überwiegend andere Stoffe.: "Rauch, Teer oder Kondensat bergen ganz andere Gefahren: Was ein Raucher einatmet oder auspustet und was im Aschenbecher verglimmt, ist in seiner Zusammensetzung nur bedingt vergleichbar mit Rauch, der beim Verbrennen von Holz, Kohle oder Öl entsteht. Allen gemeinsam sind allerdings Krebs erzeugende Produkte einer unvollständigen Verbrennung vom Typ der so genannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK), die sich abhängig von Temperatur und anderen Faktoren in wechselndem Umfang bilden. Die wichtigsten sonstigen bisher nachgewiesenermaßen oder stark verdächtigen Krebs erzeugenden Substanzen im Tabakrauch sind Nitrosamine sowie einige Metalle oder Metallsalze, zum Beispiel Nickel oder Cadmium."
Ob eine Substanz giftig oder nicht giftig für den Menschen ist, entscheidet oft nur die Dosis. Nikotin hat eine anregenden und zugleich beruhigenden Wirkung auf das Nervensystem, erst in höherer Dosis gilt Nikotin als giftig.
Ein Atomkraftgegner könnte sein besonderes Engagement gegen die Kernenergie vielleicht noch damit begründen, dass der Tabakkonsum immer nur einen überschaubaren Kreis von Menschen treffe, nämlich den, der raucht oder sich mit Rauchern in einem Raum aufhalte. Selbst Schuld sei er, ähnlich wie diejenigen, die freiwillig fliegen und sich in großer Höhe gefährlicher Strahlungen aussetzen. Dies IST zynisch und egozentrisch!
Beim Tabakkonsum können die "Schadstoffe des Tabakrauchs auch direkt auf fetale Zellen wirken. Viele Substanzen können - zumindest im Tierversuch - Missbildungen und Fehlentwicklungen beim Fötus verursachen." (Deutsches Krebsforschungszentrum, Rauchen und Passivrauchen: Risiko durch blauen Dunst)

Gesundheitsrisiko: Rauchen


Die Hauptursache für vermeidbare Todesfälle ist weltweit der Tabakkonsum. Kein Konsumprodukt ist gefährlicher als Tabak und keines verursacht mehr Todesfälle: Rauchen tötet ca. 5 Millionen pro Jahr.
Bitte weiterlesen: Gesundheitsrisiko: Rauchen

Dienstag, 3. Mai 2011

Noch ein Kuriosum in der KiKK-Studie!

,KiKKEin weiteres Kuriosum sollte nicht unerwähnt bleiben: Ein Physiker, der behauptet, als einziger die Studie auch gelesen zu haben, weist darauf hin, dass in der 60-65-Kilometer-Zone um deutsche Kernkraftwerke die Wahrscheinlichkeit für Kinderleukämie signifikant erniedrigt ist (s. Diagramm), ca. 1/3 der normalen Rate!
Also alle deutschen Kinder sofort in diese Zone umsiedeln!

Samstag, 30. April 2011

Handy - der GAU in der Hosentasche?

Ein Handy hat wahrscheinlich jeder - und trägt den GAU möglicherweise ständig mit sich herum. Alle Handy-Nutzer stellen sich der Industrie freiwillig als Testpersonen zur Verfügung, ohne zu murren, und sind "Helden", die irgendwann bewiesen haben werden, dass Handy-Strahlungen Krebs erregen und tödlich sind oder nicht.
Einer neuen Studie aus den USA zufolge haben die beim Telefonieren emittierten Funkwellen einen signifikanten Einfluss auf die Gehirnaktivität.
Man wisse nicht, ob dies automatisch zu Gesundheitsschäden oder Krebs führe, es sei sogar möglich, dass diese erhöhte Aktivität sogar postive Effekte habe, heißt es darin. Um das herauszufinden, seien weitere Untersuchungen notwendig. In den nächsten Jahren ist also mit weiteren Untersuchungen zu rechnen. Aber Handy-Nutzer, vermutlich auch viele Atomkraft-Gegner, ignorieren heldenhaft die Gefahr. Weil es so cool ist? Oder bequem?
Übrigens: Mit Hilfe einer Schnittbilduntersuchung (PET: Positronen Emissions Tomographie) stellten die Wissenschaftler fest, dass die Gehirnaktivität auf der Seite mit dem eingeschalteten Handy um sieben Prozent zugenommen hatte. PET ist ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin.
Quelle: http://www.areamobile.de/news/18124-neue-studie-handy-strahlung-verstaerkt-gehirnaktiviaet

Freitag, 29. April 2011

Geschlechterverhältnis

Das Forum Medizin und Energie (FME), Schweiz, widerspricht der Behauptung, in der Umgebung von KKWs ändere sich das Geschlechterverhältnis, bzw. es gebe weniger Mädchen.
- Biologisch mache diese Behauptung keinen Sinn, da in der Embryonalentwicklung das männliche Geschlecht wesentlich sensibler sei als das weibliche und leichter auf Strahlenschäden reagiere. Dies sei das Ergebnis verschiedener bekannter und anerkannter strahlenbiologischer Erkenntnisse.
- Das Forum wirft den Kritikern vor, dass sie nicht auf "die grosse und seriöse Studie" von R. Reulen et. al., Brit. Journal of Cancer (2007) 96 / 1439 – 1441) hinweisen. Diese habe festgestellt, dass es bei Nachkommen von Überlebenden von Krebskrankheiten im Kindesalter trotz Bestrahlungsschäden und Chemotherapie-Nebenwirkungen zu keinerlei Verschiebungen des Geschlechtsverhältnisses gekommen sei.
Forum Medizin und Energie (FME), Schweiz

Kinderleukämie

Die Strahlung aus Kernkraftwerken ist so minimal, dass sie - aufgrund des heutigen Wissens - als Ursache für ein höheres Leukämierisiko bei Kleinkindern praktisch ausgeschlossen werden könne, heißt es in einer Medienmiteilung des Schweizer Forum Medizin und Energie (FME). Die Strahlendosis eines Kernkraftwerks müsste 1000-mal grösser sein, um eine Erkrankung zu bewirken.
- "In den westlichen Ländern wurden rund 200 Kernanlagen untersucht. Ausser bei 3 Anlagen konnte dauerhaft kein höheres Risiko für Kinderleukämie festgestellt werden. Bei den Anlagen, bei denen über viele Jahre ein höheres Risiko beobachtet wurde, handelt es sich um Sellafield und Dounreay in England sowie um das Kernkraftwerk Krümmel in Deutschland. Die Ursachen der höheren Risiken sind nicht bekannt.
- Von 240 Leukämie-Clustern, die im Rahmen der Euroclus-Studie in 17 Ländern erfasst wurden und die insgesamt 13551 kindliche Leukämiefälle umfassten, befanden sich nur vier im Umfeld von Kernkraftwerken.
- Die Ursache für Kinderleukämie ist bis heute nicht bekannt. Vermutlich können verschiedene Faktoren eine Rolle spielen. Die heutige Ursachenforschung geht in Richtung Infektionserreger. So weiss man, dass Vorstufen einer Leukämie bereits schon vor Geburt auftreten können. Dabei kann es vor der Geburt zu ersten Genveränderungen in unreifen weissen Blutzellen kommen, aus denen später die Leukämie entsteht. Nach der Geburt können solch vorgeschädigte weisse Blutzellen weitere Veränderungen erleiden. Möglicherweise spielen dabei Infektionen bei noch nicht ausgereiftem Abwehrsystem in sehr frühem Alter eine Rolle, welche in den bereits veränderten Blutzellen zusätzliche Ausreifungsstörungen hervorrufen. Werden diese veränderten weissen Blutzellen vom Körper selbst nicht zerstört, kann aus ihnen eine Leukämie entstehen. (Sog. „Greaves-Hypothese" nach dem engl. Forscher Melvin Greaves.)
- Außerhalb eines Umkreises von 5 Kilometern um westdeutsche Kernkraftwerke gilt die Zahl der Leukämieerkrankungen bei Kindern nicht als auffällig. Welche Faktoren dafür verantwortlich sind, dass etwa doppelt so viele Leukämien bei unter 5-jährigen Kindern gefunden wurden als erwartet, ist nicht geklärt. Dies betrifft pro Jahr in ganz Deutschland in den 5km-Umkreisen der 16 untersuchten Kernkraftwerke insgesamt weniger als ein Erkrankungsfall (0,8 Fälle) zusätzlich.
Das Forum Medizin und Energie (FME) weist darauf hin, dass in England und Frankreich anlässlich der Ergebnisse der KiKK-Studie die in Deutschland angewendete Methode auf die dort vorliegenden Daten übertragen wurde. In beiden Ländern konnten dabei keine Auffälligkeiten zwischen dem Wohnort in der Nähe von Kernkraftwerken und Leukämien bei Kindern gefunden werden.

Das Forum weist außerdem darauf hin, dass das Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Bern eine umfassende Studie durchführt, um einen möglichen Zusammenhang in der Schweiz zu untersuchen. Erste Ergebnisse werden für 2011 erwartet.

Feinstaub

Besonders schädlich sind die allerkleinsten Partikel und krebserregender Russ aus Dieselmotoren und der Holzverbrennung. Die kleinsten Partikel dringen bis in die Lungenbläschen vor und können von dort sogar bis in die Blutbahnen gelangen. Neben Erkrankungen der Atemwege kann die Feinstaubbelastung auch zu Herz-Kreislauf-Beschwerden führen.
Forum Medizin und Energie (FME), Schweiz